Die Biersorten
Je nach verwendeter Hefe gibt es untergärige und obergärige Biersorten. Zu den untergärigen Biersorten zählen Pils, Export, Lager, Märzen, Rauchbier, Kellerbier und die dunklen Biere. Alt, Kölsch, Weizenbier und Berliner Weiße werden mit obergäriger Hefe gebraut.
Einige Biersorten sind im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Dazu zählt das hopfenbetonte Pils mit vorherrschend bitterem Geschmack. Das Kellerbier, ein trübes, vollmundiges Bier mit ausgeprägtem Malz-Aroma, stammt ursprünglich aus Franken, wird heute jedoch in vielen Gasthausbrauereien hergestellt und ausgeschenkt. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen werden Lager- und Exportbiere gebraut. Charakteristisch für diese Biere ist ihr malzaromatischer, weicher und manchmal sogar süßlicher Geschmack. In Niedersachsen und Bayern schätzt man auch Bockbier (Bock kommt von EinBECKer) sehr. Als Starkbier liegt es mit sieben Volumen-Prozent deutlich über dem Alkoholgehalt anderer Biersorten. Es hat eine gold- bis dunkelbraune Farbe und ein ausgeprägtes Malz-Aroma. Das ursprünglich aus Süddeutschland stammende Weizenbier ist wegen seiner Spritzigkeit und des fruchtig-würzigen Aromas besonders im Sommer als Durstlöscher beliebt.
&Üuml;ber 85 Prozent der Weizenbiere kommen aus Bayern, wo sie "Weißbier" (die obergärige Hefe sieht weiss aus und schwimmt beim Brauvorgang obenauf) genannt werden. Das ebenfalls in Bayern gebraute bernsteinfarbene Märzen ist süffig und hat einen leicht süßen, malzbetonten Geschmack. Früher wurde dies Bier im März gebraut, daher auch der Name.
Einige Biersorten gibt es nur in bestimmten Regionen des Landes, so auch das Rauchbier. Es wird im Bamberger Raum gebraut. Charakteristisch und außergewöhnlich ist sein ausgeprägtes Rauch-Aroma, das durch das Räuchern des Malzes während des Darrens erzielt wird. Sein Geschmack ist vollmundig mit guter Hopfennote.
Die Berliner Weiße ist, wie der Name schon sagt, in der Berliner Gegend verbreitet. Das beliebte Sommergetränk wird meist mit einen Schuss Waldmeister- oder Himbeersirup gemischt und mit einem Strohhalm getrunken.
Altbier wird überwiegend in Düsseldorf und am Niederrhein gebraut. Es ist zwar bundesweit erhältlich, wird aber vorzugsweise in Düsseldorfer Kneipen ausgeschenkt. Das bernsteinfarbene bis dunkle Bier hat eine ausgeprägte Hopfennote und manchmal ein fruchtiges Aroma. Sein Name rührt von seinem alten, ursprünglichen und traditionellen (obergärigen)
Brauverfahren her, wodurch ein Gären und Reifen auch bei höheren Temperaturen möglich ist (siehe Thema Kühlung).
Kölsch darf allein im Kölner Raum hergestellt werden. Es ist ein hopfenbetontes und spritziges Bier. Als Kölner Nationalgetränk mit einer Brautradition, die bis ins Jahr 874 zurückreicht, wird es hauptsächlich in der dort ansässigen Gastronomie angeboten und getrunken. Die Frage, wer das bessere Bier braut, führt zwischen Düsseldorfern und Kölnern häufig zu Meinungsverschiedenheiten. So sollte man sich davor hüten, in Köln etwa ein Altbier oder in Düsseldorf ein Kölsch zu bestellen.
Alkoholgehalt
- Bockbier über 6 %
- Weißbier 5,1 %
- Lager 4,2 %
- Pils 4,8 %
- Kölsch 4,9 %
- Alt 4,8 %
Welches Bier passt wozu?
Welcher Gerstensaft passt am besten zu welcher Tageszeit oder Speise? Erlaubt ist zunächst mal alles was schmeckt. Deshalb gibt es keine Vorschriften für den Bier- Gourmet - nur einige Empfehlungen:
Grundsätzlich sollten helle vor dunklen, untergärige vor obergärigen und leichte (z. B. alkoholfreies Bier, Helles- Lager, Pils, Kölsch) vor gehaltvollen (Export, Märzen, Bock) Bieren getrunken werden.
Die Steigerung von leicht nach kräftig sollte auch für die Speisenfolge gelten.
Hier einige Beispiele: Bestens zu vielen Speisen, vom saftigen Steak bis zu Aufläufen, passt das feinherbe Pils - bundesweit das liebste Bier der Deutschen.
Fischgerichte harmonieren geschmacklich mit Weizenbier (wobei zu gebratenem Fisch auch dunkles Lager, Alt, Export oder Schwarzbier passen).
Eine gelungene Kombination sind auch helle Fleischsorten, wie Geflügel oder Kalb mit einem dunklen Bier.
Vollmundiges Exportbier ist ein idealer Begleiter für Wild- und Lammgerichte.
Zum kräftigen Käse passt malzbetontes Bockbier.
Schoklade passt am besten zu dunklen, malzigen, aber auch etwas alkoholreicheren Bieren - etwa den Ales oder den belgischen Trappistenbieren. Aber auch ein gutes Märzen passt... es kommt auf die Schokolade an!
Literatur: Biersorten |
Bier
So schmeckt Bier am besten: Bierbecher
BIEREVENT.DE